Philosophie

Die Kampfmannschaft ist das Aushängeschild, die Nachwuchsabteilung die Visitenkarte jedes Vereins! Der Tabellenstand der ersten Mannschaft kann eine Momentaufnahme sein. Über den wirklichen sportlichen „Gesundheitszustand“ eines Amateurfußballvereins gibt jedoch eine funktionierende Nachwuchsabteilung Auskunft. Antworten auf folgende Fragen helfen die Verantwortlichen und Eltern bei der Erstdiagnose:
 

-Wie viele Kinder und Jugendliche spielen in wie vielen Mannschaften?
 

-Wie viele ausgebildete Nachwuchstrainer und Betreuer kümmern sich um die Talente von morgen?
 

-Wie hoch ist das Budget für die Nachwuchsabteilung?
 

-Wie viele „Nachwuchsaktionen“, wie Kurztrainingslager, Showtrainings, Ausflüge, Spielbesuche, Schultrainings, Elternabende, Fortbildungen etc. finden pro Jahr statt?
 

Gut aufgestellte Vereine sollen auch, neuzeitlich ausgedrückt mit PR-Aktionen das Umfeld über die Qualität der eigenen Arbeit informieren. In Zeiten von Einzelkindern, Patchwork-Familien und Berufstätigkeit beider Elternteile ist die Möglichkeit von qualitativ hochwertiger und sinnvoller Freizeitbeschäftigung, in unserem Fall eine gediegene Ausbildung in der Mannschaftssportart Fußball, um so wertvoller. Anders ausgedrückt kann der Sportverein viele Dinge übernehmen, die von der Gesellschaft und der Schule nicht mehr abgedeckt werden.
 

Welche pädagogischen Bereiche kann die Ausbildungsschiene Fußball bedienen:

  • Sportmotorische Ziele
    Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit sowie die koordinativen Fähigkeiten werden durch ein vielseitiges Trainings gleichermaßen geschult. Eine funktionierende Muskulatur schützt in allen Lebenslagen.

  • Affektive Ziele
    Man gewinnt und verliert gemeinsam, wobei geteiltes Leid zum halben Leid und gemeinsame Freude sogar zum doppelten Glück wird.

  • Kognitive Ziele
    Die geistige Verarbeitung vom komplexen Gebilde Fußball. Also hält Fußball geistig fit, was ja für Schule und Berufsleben kein Nachteil ist.

  • Sozialpolitische Ziele
    Fußball kann das Leben in der Gruppe und den gegenseitigen Umgang miteinander lehren.

  • Integrative Ziele
    Mitbürger mit ausländischen Wurzeln bekommen die Möglichkeit sich über den Fußball leichter zu integrieren, denn ein guter Spieler wird schneller akzeptiert und selbst kann man so ein wenig über den eigenen Tellerrand hinaussehen.